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Die iD Top von Nedap, ein Overhead-Lesegerät mit Radiofrequenz-Identifizierung zur elektronischen Artikelüberwachung, wurde in 170 Filialen der Marke Fiorella Rubino in ganz Italien installiert. Fiorella Rubino gehört zur Miroglio-Gruppe, einer führenden Modekette mit 1.100 eigenen und Franchise-Filialen. Die Einführung von RFID bei Fiorella Rubino ist Teil der Initiative Retail 4.0 der Gruppe, in deren Rahmen die allgemeine Einzelhandelseffizienz, die Warensicherung und der Servicegrad verbessert werden sollen. Hans Hoegstedt, CEO von Miroglio Fashion: „Wir sind stets auf der Suche nach neuen Wegen, wie wir unseren Kunden ein bereicherndes und umfassendes Einkaufserlebnis bieten und die Effizienz unserer Outlets steigern können. Dabei spielt die Einführung von RFID in unseren Augen eine entscheidende Rolle.“

Die Einführung der RFID-Lesegeräte von Nedap in den 170 Filialen der Marke Fiorella Rubino erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Temera. Die modulare Softwareplattform TMR Core von Temera ermöglicht die RFID-basierte Nachverfolgung von Produkten innerhalb der Lieferkette – von der Produktion bis zum Verkauf – und eröffnet dadurch die Möglichkeit einer genaueren Bestandserfassung und der Bereitstellung von Omni-Channel-Services. Das Overhead-Lesegerät von Nedap wird an Filialausgängen installiert und erfasst jeden nicht bezahlten Artikel, der die Filiale verlässt.

www.nedap-retail.com

Mit einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von fünf Millionen Euro geht die Initiative nun in die zweite Phase. Das Ziel: Die Architektur soll in die internationale Verbreitung. Daten gewinnen für Unternehmen zunehmend an Bedeutung und stellen eine strategische Ressource für den Geschäftserfolg dar. Je mehr sie an Wert gewinnen, desto höher ist der Bedarf, sie zu schützen und zu kontrollieren - eine Krux, wenn gleichzeitig die immer komplexer werdenden Leistungsangebote und neuen digitalen Geschäftsmodelle einen fortlaufenden Austausch von Daten erfordern. Vor diesem Hintergrund arbeiten zwölf Fraunhofer-Institute bereits seit zwei Jahren an einer Lösung: dem Industrial Data Space. Das erste Etappenziel ist nun erreicht: Unter Verwendung modernster IT-Technologien ist eine Architektur für einen sicheren Datenraum entstanden, erste branchenübergreifende Use Cases sind bereits implementiert. Das vom BMBF geförderte vorwettbewerbliche Forschungsprojekt geht mit einer Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro nun in eine zweite Runde.

www.industrialdataspace.org | www.bmbf.de

Das RFID-Anwenderzentrum München (RFID-AZM) nimmt sich im Rahmen des RFID-Anwendertags des Themas "RFID, Industrie 4.0 und IoT" an und präsentiert in praxisorientierten Vorträgen und Live-Demonstrationen verschiedene realisierte Projekte und Ansätze zur Umsetzung von Industrie 4.0 für Anwender und Entwickler. Unter anderem werden folgende Partner Vorträge vorstellen:

  • TU München: Erweiterte Methoden der Lokalisierung von UHF-RFID Tags
  • Ifp analytics: Digitalisierung  auf dem Shopfloor
  • Siemens AG: Cloud-Connectivity für RFID – Basis für die Digitalisierung
  • Smart Tec: RFID / NFC Reloaded - Produktkennzeichnung und NFC-Technologie auf dem Vormarsch
  • Kinexon: IoT in der Produktion
  • Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Hopfen, Malz und digitale Technik.- RFID In der Brauerei

Dadurch, dass die Veranstaltung am Fraunhofer IGCV stattfindet können einige Live-Demonstrationen des IGCVs präsentiert werden wie etwa:

  • Lernfabrik für vernetzte Produktion - Von der papiergebundenen zur papierlosen Produktion. Integrieren. Erleben. Erfahren.
  • Assistenzsysteme in der Produktion - HoloLens - Augmented Reality - Möglichkeiten in der Instandhaltung
  • Robotertechnikum - Kollaborierende Roboter - MMI unter dem Aspekt der Sicherheit - Gestensteuerung für Roboter - Mobiler Roboter in der Produktion
  • Kinexon – IoT live

www.rfid-azm.de

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat auf ihrer Mitgliederversammlung beim Jahreskongress in Bremen Marco Lenck als Vorstandsvorsitzenden in seinem Amt bestätigt. Er steht damit weitere zwei Jahre der mit rund 60.000 Mitgliedern einflussreichsten Anwendergruppe vor. Ebenfalls wiedergewählt wurden Beate Werner als Schatzmeisterin, Gerhard Göttert als Vorstand Anwendungsportfolio und Christian Zumbach, als Vorstand für die Schweiz.

Marco Lenck stellte sich als Vorstandsvorsitzender zur Wiederwahl und wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig in seinem Amt bestätigt. Er bekleidet dieses Amt seit 2012 und ist seit 2001 in der DSAG aktiv. Hauptberuflich ist Marco Lenck als CIO bei der Döhler Gruppe für die globalen Geschäftsprozesse und die IT-Systeme verantwortlich. Ebenfalls für weitere zwei Jahre in ihrem Amt als Schatzmeisterin bestätigt wurde einstimmig mit einer Enthaltungen Beate Werner. Als Fachspezialistin für Legal Requirements ist sie hauptberuflich in der Abteilung Financial Systems der Airbus Operations GmbH tätig.

Für eine weitere Amtsperiode kandidierte auch Gerhard Göttert als Vorstand Anwendungsportfolio und bekam einstimmig mit einer Enthaltung das Vertrauen der Mitgliederversammlung ausgesprochen. Gerhard Göttert steht dem Ressort seit 2013 vor. Hauptberuflich ist er CIO und Leiter des Bereichs Technologie- & Innovationsmanagement der Autobahn Tank & Rast in Bonn. Christian Zumbach wurde 2009 erstmals in den DSAG-Vorstand gewählt. Er stellte sich zum vierten Mal zur Wiederwahl und wurde einstimmig mit einer Enthaltung ebenfalls in seinem Amt bestätigt. Hauptberuflich betreut er das Key Account Management des Mutterhauses BKW der cc energie sa in der Schweiz.

www.dsag.de

AKTUELLES
06 News Wissenswertes aus der Branche

Kommentar / Interview
35 Umbruch in der Fertigungsbranche: Fünf Trends für die Industrie 4.0
Kommentar von Ralf Schulze, Zebra Technologies
46 Print & Apply in der automatisierten Fertigung
Interview mit Mario Hiss, cab Produkttechnik GmbH
65 Upgrade des Zutrittkontollsystems
Interview mit Markus Baba, HID Global GmbH

MAGAZIN
Titelstory
16 Gesamte Produktionsleistung rückverfolgen
Durch die Zurückverfolgung aller Elemente in der Produktion wird die Effizienz erhöht und es werden Märkte erschlossen

Mobile IT
20 Die Geldströme stets im Blick
22 Elektrofabrik digital
24 Zustell-Management der nächsten Generation

RFID/NFC
25 inconsoWMS X steuert Logistikzentrum von GERRY WEBER
26 NFL Spielbälle von Wilson mit RFID-Chips ausgestattet

Kennzeichnung
28 Rückstandsfreie Etikettierung von Rollbehältern
30 Gas geben für die Energiewende

Industrie 4.0
32 Dematic erhält Auftrag von Siemens in der Schweiz
33 Customizing leicht gemacht
34 König & Meyer optimiert seine Lagerprozesse mit Software von AEB

TECHNOLOGIE
36 Produkte Technologische Neuheiten

Bildverarbeitung
48 Vision 4.0

Studie
50 Einsparpotenzial von 15% durch Einsatz robuster mobiler Endgeräte

Kommissionierung
52 Barcodes mit einem Blick identifizieren

Logistiksoftware
54 Hochverfügbarkeit im Netzwerk
56 IT-Outsourcing wird immer beliebter
58 Analyse und Aufbereitung von Datenmengen

RFID/NFC
59 Die Schuhbranche geht voran
60 Connect the Un-Connected
62 Smarte Elektronik – flexible Elektronik

Link: ident Ausgabe 6-2017

Bisher war die Nutzung des NFC-Chips auf den Apple Pay Bezahldienst beschränkt. Mit dem Öffnen der NFC-Schnittstelle im iOS11 will Apple das nun ändern, wodurch die NFC-Technologie ähnlich wie bei Android-Smartphones nutzbar wird. Klaus Dargahi, Geschäftsführer von smart-TEC, beobachtet als Experte für RFID- und NFC-Technologie den Markt und zeigt sich erfreut über die Entwicklung: „Bisher waren unsere Projekte auf den Android-Bereich beschränkt. Das ändert sich nun.“ Sein Team kann hier auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Ob im Industrie- Security oder Consumer-Bereich – das Portfolio listet NFC-Projekte mit der Deutschen Bahn, Vodafone, Haberkorn, Amnesty International, Campus 02, O2 smart-City, FusionPlay Heroes und Airex auf.

Als Innovationsführer hat die Deutsche Bahn die Vorteile von NFC früh erkannt und das e-Ticketing Touch&Travel entwickelt. Dafür wurden bundesweit Haltestellen mit einem sehr innovativen NFC-Etikett von smart-TEC ausgestattet. FusionPlay- Heroes, ein neues Kartenspiel sprengt die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt. Spielkarten mit integrierter NFC-Funktionalität kommunizieren mittels einer App mit dem Smartphone und verschmelzen die reale und digitale Welt.

www.smart-tec.com

cab gehört zur Speerspitze des deutschen Mittelstands. Gerade wurde der Karlsruher Hersteller von Etikettendrucksystemen mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet. In der 24. Auflage dieses bundesweiten, unabhängigen Wettbewerbs überzeugte cab insbesondere mit ideenförderndem Management, durchgängigem Know-how und Innovationserfolg. „Innovation heißt für uns, Marktanteile zu gewinnen und uns weiter vom Wettbewerb abzusetzen“, bringt es der cab Geschäftsführer Alexander Bardutzky auf den Punkt. In Ergänzung zur Produktinnovation spielt die Integration neuer Ideen und Konzepte in den Bereichen Organisation, Personaleinsatz und Führung eine Rolle. Die Qualität wird durch Spezialisierung auf oberster Geschäftsebene hoch gehalten. Seit 2009 teilen sich Alexander und Klaus Bardutzky die Leitung des Unternehmens. Der Firmengründer Klaus Bardutzky zeichnet vorrangig für die Entwicklung der Etikettendrucker, -spender, Druck- und Etikettiersysteme sowie Beschriftungslaser verantwortlich, sein Sohn Alexander für deren Vertrieb und Marketing, die Verwaltung sowie das Personal. Innovation zu entwickeln wird bei cab als offenes Projekt verstanden, basierend auf gegenseitigem Austausch, Eigen- und Gemeinschaftsarbeit.

www.top100.de | /www.cab.de

Datalogic hat die Übernahme der Firma SOREDI Touch Systems GmbH bekannt gegeben. Soredi ist seit mehr als 25 Jahren ein Technologieführer im Bereich Industriecomputer und Staplerterminals mit Sitz in Olching bei München. Das Unternehmen erwirtschaftete in 2016 einen Umsatz von 6,9 Millionen Euro und beschäftigt 16 Mitarbeiter. Für die Transaktion investiert Datalogic 10 Mio. Euro. Davon werden 8 Mio. Euro in bar und 2 Mio. Euro durch Datalogic-Aktien beglichen. Durch die Transaktion hat Datalogic 100% des Aktienkapitals der Soredi Touch Systems GmbH und des Markenzeichens “Soredi” erworben. Durch diese neue Verbindung erweitert Datalogic sein Portfolio für mobile Geräte im Bereich Industriecomputer und Staplerterminals. Mit dem SH TaskBook hat Datalogic jetzt auch eine robuste Tablet Lösung speziell für das Lagermanagement im Angebot.

www.datalogic.com

Checkpoint Systems arbeitet mit dem italienischen Modeunternehmen Diesel zur Implementierung von RFID-Technologie zusammen. Die Funktechnologie soll das Unternehmen dabei unterstützen, den Kunden ein perfektes Einkaufserlebnis in den Geschäften zu ermöglichen. Als trendige Marke setzt Diesel insbesondere auf Innovationen, die für die Kunden ein originelles und personalisiertes Einkaufserlebnis schaffen. In seinem Flagship-Store an der Piazza San Babila in Mailand hat Diesel nun intelligente Umkleidekabinen und interaktive Tische installiert. An der Umsetzung dieses innovativen Projekts nach dem neuesten Stand der Technik waren verschiedene Lieferanten beteiligt. Checkpoint Systems wurde mit der Analyse, Auswahl und Lieferung von RFID-Komponenten beauftragt.

Zudem hat Checkpoint die dafür erforderlichen Managementprozesse definiert. Zu den Aufgaben, die Checkpoint in Zusammenarbeit mit HFarm übernommen hat, gehören die Identifizierung der leistungsstärksten Etiketten, deren Anbringung an den Produkten und die Integration der Technologie in die bestehenden Logistikprozesse unter Nutzung von GS1-Standards. Dabei konnte Checkpoint seine jahrelange Erfahrung in komplexen Projekten einbringen, wozu im Hinblick auf ein positives Einkaufserlebnis auch das Zusammenspiel zwischen Verbraucher und RFID-Technologie gehört.

http://de.checkpointsystems.com/

Bernhard Lenk, Autor der mehrbändigen Handbuchreihe "Automatische Identifikation", und Heinrich Oehlmann, Autor des Handbuches "UDI-Unique Device Identification - Grundlagen, Praxislösungen, Antworten", tauschen sich aus. Während Bernhard Lenk in seinen Handbüchern die technologischen Grundlagen für die Anwendungen von Barcode und 2D-Symbologien im Allgemeinen beschreibt, baut Heinrich Oehlmann darauf auf und beschreibt die Realisierung der spezifischen Applikation "UDI", die bereits in den USA gefordert und seit 26. Mai 2017 als Europäische Verordnung für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika ebenso bindend in Kraft getreten ist. Mit den Publikationen ergänzen sich die beiden Pioniere der Auto-ID Techniken Lenk und Oehlmann in Synergie und bieten ebenso detaillierte, wie umfassende Information für den Anwender. Die Quellen für die Bücher sind:

Handbücher der Automatischen Identifikation: Monika Lenk Fachbuchverlag, 73230 Kirchheim unter Teck
Handbuch UDI-Unique Device Identification: DIN-Beuth-Verlag
www.monika-lenk-fachbuchverlag.de | www.EurodataCouncil.org

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