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Der Markt für RFID Komponenten wächst seit Jahren. Da dieses Wachstum eine immer größere Anzahl von Herstellern angezogen hat, tummeln sich mittlerweile 90 Hersteller von Tags, Leseeinheiten und Antennen auf dem deutschen Markt und möchten ein Stück von dem großen Kuchen für sich gewinnen. Besonders mit Blick auf Trends wie das Internet of Things oder die Digitalisierung von Produktionsabläufen (Industrie 4.0) wird der RFID Technologie eine immer stärkere Bedeutung zukommen und steht daher vor einer blühenden Zukunft. Bisherige Marktanalysen im RFID-Bereich betrachten den globalen Markt für RFID Komponenten und sind zu ungenau, um auf die Besonderheiten des deutschen Marktes mit einem besonders starken Industriesektor und einer hohen Anzahl an Anlagenbauern einzugehen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Europäische Business Consultancy Research Solutions eine 350-seitige Studie über den Markt für RFID Komponenten in Deutschland fertiggestellt.

Diese Studie gibt ein umfassendes Bild über alle verschiedenen Anbieter, welche Komponenten sie verkaufen und in welchen Anwendungsbereichen die RFID Komponenten letztendlich eingesetzt werden. Obwohl mehr ausländische Firmen am Markt vertreten sind, schaffen es internationalen Konzernen wie Honeywell oder Zebra (Motorola) nicht, am deutschen Markt Fuß zu fassen und einen nennenswerten Marktanteil für sich zu beanspruchen. Gleichzeitig gelingt es Siemens, Sick, oder Feig nicht, den hochgradig fragmentierten Markt zu dominieren, trotz detaillierter Kenntnis über alle Anlagenbauer in Deutschland.

www.research-solutions.co.uk

Dematic gab die Ernennung von Jan Vercammen als neuen Geschäftsführer der Dematic Mitteleuropa bekannt. In dieser Funktion ersetzt er Barbara Wladarz mit sofortiger Wirkung. „Ich fühle mich geehrt, dem Dematic Mitteleuropa-Team als Geschäftsführer vorzustehen“, sagte Vercammen. „Dematic ist eine sehr dynamische Organisation, die sich auf dem europäischen Markt in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld sehr erfolgreich entwickelt hat. Ich freue mich über die Chance, auf der aktuellen Infrastruktur aufbauend, Umsatz und Shareholder Value dank Entwicklung, Design und Installation von Supply-Chain-Lösungen weiter positiv voran zu treiben. Durch die Einführung neuer Technologien, die Verbesserung unseres außergewöhnlichen Kundenservices, die kontinuierliche betriebliche Effizienz und die Unterstützung und Entwicklung von großartigen Mitarbeitern und Partnern, ist Dematic gut positioniert, um unseren Kunden einen beispielhaften Wert zu bieten“, sagte Vercammen. Vercammen ist eine unternehmerisch denkende Führungskraft mit umfangreicher Führungserfahrung in der Supply-Chain-Industrie. Bis dato war er als Dematic Vice President, International Business Development tätig, verantwortlich für marktorientierte Programme, einschließlich der Zusammenarbeit von kollaborativen Verkaufsprogrammen sowie Initiativen, um ein profitables Wachstum in ganz Europa, China und Australien / ASEAN zu ermöglichen.

www.dematic.com/de

Wie lässt sich der bestehende Logistikstandort für die Herausforderungen der nächsten zehn Jahre rüsten? Vor dieser Frage stand der Automatisierungsspezialist Turck. Das Unternehmen wird von seinem Warenverteilzentrum in Mülheim an der Ruhr aus künftig alle europäischen Kunden zentral beliefern. Um die dafür erforderlichen Kapazitäten zu schaffen, ergänzt der Systemintegrator Unitechnik das Verteilzentrum unter anderem um ein neues automatisches Kleinteilelager (AKL) sowie um einen Hubbalkenspeicher. Der Umbau erfolgt im laufenden Betrieb. Die Inbetriebnahme der neuen Komponenten ist für Mai 2018 geplant. Im Rahmen seiner europäischen Konsolidierungsstrategie plant Turck, die lokalen Läger in seinen europäischen Landesgesellschaften sukzessive aufzulösen und künftig alle Kunden zentral vom Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr aus zu beliefern. Dazu benötigt das Unternehmen zusätzliche Lagerkapazitäten – zumal das bestehende AKL mit einem Füllgrad von knapp 90 Prozent bereits heute fast ausgelastet ist.

Unitechnik erarbeitete das Lösungskonzept für die Aufgabenstellung. „Die von Unitechnik vorgeschlagenen Erweiterungsmaßnahmen decken unsere Anforderungen sehr gut ab“, erklärt Ulrich vom Bovert, Leiter Einkauf und Logistik bei Turck. „Durch die Stärkung des Standorts in Mülheim an der Ruhr können wir unseren Mitarbeitern vor Ort eine langfristige Perspektive bieten.“ Der geplante Ausbau erfolgt im laufenden Betrieb des Warenverteilzentrums und schafft Kapazitäten für mindestens zehn weitere Jahre. Zusätzlich macht das Konzept auch über die aktuell vorgesehenen Maßnahmen hinausgehende Erweiterungen am Standort möglich.

www.unitechnik.com | www.turck.de

Technologiewissen an sich erzeugt noch keinen Wert, sondern erst die Fähigkeit, es richtig anzuwenden. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung eines Unternehmens besteht in der effektiven Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams aus Informatikern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Erst in diesem Verbund domänenspezifischen Wissens können die vorhandenen Daten richtig verarbeitet werden. Nur ein umfassendes Informationsmanagement, das die Sondierung des Marktes nach Technologien und Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Kunden beinhaltet, kann das Unternehmen mit relevanten Daten versorgen, um es mit innovativen Ideen voranzubringen.

Wie sich in diesem Zusammenhang die Gestaltung neuer Geschäftsmodelle realisieren lässt, wird auf der 8. Aachener Informationsmanagement-Tagung am 15. und 16. November 2017 im Fokus stehen. Unter dem Motto „Informationsmanagement trifft Disruption“ werden in einer Mischung aus Fachvorträgen und Workshops Kollaborationswerkzeuge, Methoden sowie Best Practices führender Unternehmen und Experten aus Wissenschaft und Industrie vorgestellt. Die Tagung mit angeschlossenem Ausstellerforum findet in exklusiver Umgebung des Clusters Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus statt und richtet sich insbesondere an Unternehmer mit dem Ziel, ihr Geschäftsmodell im Rahmen der Digitalisierung disruptiv zu erneuern und zukunftssicher aufzustellen.

www.im-tagung.de

Die iD Top von Nedap, ein Overhead-Lesegerät mit Radiofrequenz-Identifizierung zur elektronischen Artikelüberwachung, wurde in 170 Filialen der Marke Fiorella Rubino in ganz Italien installiert. Fiorella Rubino gehört zur Miroglio-Gruppe, einer führenden Modekette mit 1.100 eigenen und Franchise-Filialen. Die Einführung von RFID bei Fiorella Rubino ist Teil der Initiative Retail 4.0 der Gruppe, in deren Rahmen die allgemeine Einzelhandelseffizienz, die Warensicherung und der Servicegrad verbessert werden sollen. Hans Hoegstedt, CEO von Miroglio Fashion: „Wir sind stets auf der Suche nach neuen Wegen, wie wir unseren Kunden ein bereicherndes und umfassendes Einkaufserlebnis bieten und die Effizienz unserer Outlets steigern können. Dabei spielt die Einführung von RFID in unseren Augen eine entscheidende Rolle.“

Die Einführung der RFID-Lesegeräte von Nedap in den 170 Filialen der Marke Fiorella Rubino erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Temera. Die modulare Softwareplattform TMR Core von Temera ermöglicht die RFID-basierte Nachverfolgung von Produkten innerhalb der Lieferkette – von der Produktion bis zum Verkauf – und eröffnet dadurch die Möglichkeit einer genaueren Bestandserfassung und der Bereitstellung von Omni-Channel-Services. Das Overhead-Lesegerät von Nedap wird an Filialausgängen installiert und erfasst jeden nicht bezahlten Artikel, der die Filiale verlässt.

www.nedap-retail.com

Mit einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von fünf Millionen Euro geht die Initiative nun in die zweite Phase. Das Ziel: Die Architektur soll in die internationale Verbreitung. Daten gewinnen für Unternehmen zunehmend an Bedeutung und stellen eine strategische Ressource für den Geschäftserfolg dar. Je mehr sie an Wert gewinnen, desto höher ist der Bedarf, sie zu schützen und zu kontrollieren - eine Krux, wenn gleichzeitig die immer komplexer werdenden Leistungsangebote und neuen digitalen Geschäftsmodelle einen fortlaufenden Austausch von Daten erfordern. Vor diesem Hintergrund arbeiten zwölf Fraunhofer-Institute bereits seit zwei Jahren an einer Lösung: dem Industrial Data Space. Das erste Etappenziel ist nun erreicht: Unter Verwendung modernster IT-Technologien ist eine Architektur für einen sicheren Datenraum entstanden, erste branchenübergreifende Use Cases sind bereits implementiert. Das vom BMBF geförderte vorwettbewerbliche Forschungsprojekt geht mit einer Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro nun in eine zweite Runde.

www.industrialdataspace.org | www.bmbf.de

Das RFID-Anwenderzentrum München (RFID-AZM) nimmt sich im Rahmen des RFID-Anwendertags des Themas "RFID, Industrie 4.0 und IoT" an und präsentiert in praxisorientierten Vorträgen und Live-Demonstrationen verschiedene realisierte Projekte und Ansätze zur Umsetzung von Industrie 4.0 für Anwender und Entwickler. Unter anderem werden folgende Partner Vorträge vorstellen:

  • TU München: Erweiterte Methoden der Lokalisierung von UHF-RFID Tags
  • Ifp analytics: Digitalisierung  auf dem Shopfloor
  • Siemens AG: Cloud-Connectivity für RFID – Basis für die Digitalisierung
  • Smart Tec: RFID / NFC Reloaded - Produktkennzeichnung und NFC-Technologie auf dem Vormarsch
  • Kinexon: IoT in der Produktion
  • Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Hopfen, Malz und digitale Technik.- RFID In der Brauerei

Dadurch, dass die Veranstaltung am Fraunhofer IGCV stattfindet können einige Live-Demonstrationen des IGCVs präsentiert werden wie etwa:

  • Lernfabrik für vernetzte Produktion - Von der papiergebundenen zur papierlosen Produktion. Integrieren. Erleben. Erfahren.
  • Assistenzsysteme in der Produktion - HoloLens - Augmented Reality - Möglichkeiten in der Instandhaltung
  • Robotertechnikum - Kollaborierende Roboter - MMI unter dem Aspekt der Sicherheit - Gestensteuerung für Roboter - Mobiler Roboter in der Produktion
  • Kinexon – IoT live

www.rfid-azm.de

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat auf ihrer Mitgliederversammlung beim Jahreskongress in Bremen Marco Lenck als Vorstandsvorsitzenden in seinem Amt bestätigt. Er steht damit weitere zwei Jahre der mit rund 60.000 Mitgliedern einflussreichsten Anwendergruppe vor. Ebenfalls wiedergewählt wurden Beate Werner als Schatzmeisterin, Gerhard Göttert als Vorstand Anwendungsportfolio und Christian Zumbach, als Vorstand für die Schweiz.

Marco Lenck stellte sich als Vorstandsvorsitzender zur Wiederwahl und wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig in seinem Amt bestätigt. Er bekleidet dieses Amt seit 2012 und ist seit 2001 in der DSAG aktiv. Hauptberuflich ist Marco Lenck als CIO bei der Döhler Gruppe für die globalen Geschäftsprozesse und die IT-Systeme verantwortlich. Ebenfalls für weitere zwei Jahre in ihrem Amt als Schatzmeisterin bestätigt wurde einstimmig mit einer Enthaltungen Beate Werner. Als Fachspezialistin für Legal Requirements ist sie hauptberuflich in der Abteilung Financial Systems der Airbus Operations GmbH tätig.

Für eine weitere Amtsperiode kandidierte auch Gerhard Göttert als Vorstand Anwendungsportfolio und bekam einstimmig mit einer Enthaltung das Vertrauen der Mitgliederversammlung ausgesprochen. Gerhard Göttert steht dem Ressort seit 2013 vor. Hauptberuflich ist er CIO und Leiter des Bereichs Technologie- & Innovationsmanagement der Autobahn Tank & Rast in Bonn. Christian Zumbach wurde 2009 erstmals in den DSAG-Vorstand gewählt. Er stellte sich zum vierten Mal zur Wiederwahl und wurde einstimmig mit einer Enthaltung ebenfalls in seinem Amt bestätigt. Hauptberuflich betreut er das Key Account Management des Mutterhauses BKW der cc energie sa in der Schweiz.

www.dsag.de

AKTUELLES
06 News Wissenswertes aus der Branche

Kommentar / Interview
35 Umbruch in der Fertigungsbranche: Fünf Trends für die Industrie 4.0
Kommentar von Ralf Schulze, Zebra Technologies
46 Print & Apply in der automatisierten Fertigung
Interview mit Mario Hiss, cab Produkttechnik GmbH
65 Upgrade des Zutrittkontollsystems
Interview mit Markus Baba, HID Global GmbH

MAGAZIN
Titelstory
16 Gesamte Produktionsleistung rückverfolgen
Durch die Zurückverfolgung aller Elemente in der Produktion wird die Effizienz erhöht und es werden Märkte erschlossen

Mobile IT
20 Die Geldströme stets im Blick
22 Elektrofabrik digital
24 Zustell-Management der nächsten Generation

RFID/NFC
25 inconsoWMS X steuert Logistikzentrum von GERRY WEBER
26 NFL Spielbälle von Wilson mit RFID-Chips ausgestattet

Kennzeichnung
28 Rückstandsfreie Etikettierung von Rollbehältern
30 Gas geben für die Energiewende

Industrie 4.0
32 Dematic erhält Auftrag von Siemens in der Schweiz
33 Customizing leicht gemacht
34 König & Meyer optimiert seine Lagerprozesse mit Software von AEB

TECHNOLOGIE
36 Produkte Technologische Neuheiten

Bildverarbeitung
48 Vision 4.0

Studie
50 Einsparpotenzial von 15% durch Einsatz robuster mobiler Endgeräte

Kommissionierung
52 Barcodes mit einem Blick identifizieren

Logistiksoftware
54 Hochverfügbarkeit im Netzwerk
56 IT-Outsourcing wird immer beliebter
58 Analyse und Aufbereitung von Datenmengen

RFID/NFC
59 Die Schuhbranche geht voran
60 Connect the Un-Connected
62 Smarte Elektronik – flexible Elektronik

Link: ident Ausgabe 6-2017

Bisher war die Nutzung des NFC-Chips auf den Apple Pay Bezahldienst beschränkt. Mit dem Öffnen der NFC-Schnittstelle im iOS11 will Apple das nun ändern, wodurch die NFC-Technologie ähnlich wie bei Android-Smartphones nutzbar wird. Klaus Dargahi, Geschäftsführer von smart-TEC, beobachtet als Experte für RFID- und NFC-Technologie den Markt und zeigt sich erfreut über die Entwicklung: „Bisher waren unsere Projekte auf den Android-Bereich beschränkt. Das ändert sich nun.“ Sein Team kann hier auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Ob im Industrie- Security oder Consumer-Bereich – das Portfolio listet NFC-Projekte mit der Deutschen Bahn, Vodafone, Haberkorn, Amnesty International, Campus 02, O2 smart-City, FusionPlay Heroes und Airex auf.

Als Innovationsführer hat die Deutsche Bahn die Vorteile von NFC früh erkannt und das e-Ticketing Touch&Travel entwickelt. Dafür wurden bundesweit Haltestellen mit einem sehr innovativen NFC-Etikett von smart-TEC ausgestattet. FusionPlay- Heroes, ein neues Kartenspiel sprengt die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt. Spielkarten mit integrierter NFC-Funktionalität kommunizieren mittels einer App mit dem Smartphone und verschmelzen die reale und digitale Welt.

www.smart-tec.com

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